How to create a common future - Regionale Energie Autarkie

 

25.9.2008 -27.9.2008, Graz

 

Allgemeines

 

Der Rotary Club Feldbach befindet sich in einer Region, der Oststeiermark, die sich vor 30 Jahren schon mit erneuerbaren Energien beschäftigt hat. Berühmt wurde die Region mit seinen Sonnenkollektorenbastlern in Gleisdorf.

 

Inzwischen wurde mit Unterstützung aller Menschen in dieser Region, Netzwerkstrukturen aufgebaut, die Firmen, Institutionen, Fachleute und Menschen zusammenbrachte um eine Vision für 2020 zu verwirklichen, diese Region Energieunabhängig mit erneuerbaren Energieträgern zu machen.

 

Einige Rotarier sind auch in diesen Netzwerkstrukturen tätig. So auch Rot. Fickel Horst vom RC Feldbach und Prof. Ferdinand Angel vom RC Graz die das Seminar organisierten und leiteten. Da das Thema erneuerbare Energie eines der wesentlichsten Thema für die Zukunft der Menschen ist und auch ein gesellschaftspolitisches Thema, das besonders die Jugend maßgeblich beeinflussen wird sowie einer der Themen der Rotary Foundation wurde entschieden im Rahmen des Berufs- und Jugenddienstes ein internationales RYLA Seminar zu diesem Thema abzuhalten.

 

Mit tatkräftiger Unterstützung des Interact Club Feldbach, Rotaract Club Graz, Rotary Club Graz, Rotary Club Feldbach und der Uni Graz und den Vortragenden konnte ein kostengünstiges und vielfältiges Seminar abgehalten werden.

 

Es war ein Versuch hin zu neuen Ufern, das gängige RYLA Seminar auf eine gesellschaftpolitische Ebene zu heben und den jungen Menschen Wissen und eine Perspektive und Lösungsansätze für unsere Zukunft zu übermitteln. Ein weiteres Ziel war es verschiedene Netzwerke wie ROTARY, OIKOS, UNECO-Schulen sowie weiter Netzwerkpartner zu vernetzen.

 

Die Ankündigung diese Seminar erregte in Rotary so viel Aufmerksamkeit das Evanston ein eigenes TV Team zu unserem Seminar entsandte. Einzelne Jugendliche aus unterschiedlichen Ländern sowie einige Rotarier wurden interviewt. Die unterschiedlichen Aspekte des RYLA Seminar wurden aufgenommen. Es soll ein weltweites RYLA Promotion Video produziert werden in welchem unser Seminar ein Schwerpunkt ist.

 

Seminar

 

Das RYLA Seminar wurde im Rahmen der EUROSO (Europa Süd Ost) Sommerakademie auf der Universität in Graz abgehalten.

 

Die Summer University Euroso findet unter Federführung der Katholisch- Theo- logischen Fakultät (sie stellt die Infrastruktur) seit dem Jahr 2000 an der Karl-Franzens Universität statt. Sie versteht sich als Plattform für ein internationales Publikum im Dienste der Europäischen Integration. Sie bietet forschungsgeleiteten Wissenstransfer zu Themen, die für den europäischen Einigungsprozess gesellschaftlich relevant sind. Zu den Grundideen von Euroso gehört, dass das Zusammenwachsen Europas sich auch in der gemeinsamen Bewältigung konkreter Herausforderungen und Probleme des Alltagslebens vollzieht.

 

Die primäre Zielgruppe sind deswegen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie leitende Verantwortliche von Institutionen oder Netzwerken aus allen europäischen Ländern, die für ein bestimmtes Thema Verantwortung und Engagement zeigen. Nach Möglichkeit werden ausgewählte Vertreterinnen und Vertreter von Jugendorga-nisationen aus verschiedenen europäischen Ländern zur Summer University eingeladen, da für die Gestaltung eines zukünftigen Europa der Beteiligung und dem Engagement der Jugend eine Schlüsselrolle zukommt. Unterstützung und Anregung länderübergreifender Kooperation der teilnehmenden Schulen.

 

Aus diesem Grund versteht sich Euroso/RYLA auch als Plattform „Jugend trifft Experten“. Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Ländern Europas, die sich im Verlauf des Schuljahres mit dem Thema der Summer University auseinandersetzen, präsentieren in kurzen Video-Clips ihre Ideen und setzen sich mit den Ideen anderer Schülerinnen und Schüler auseinander. Die internationale Kooperation von Schulen soll in diesem Jahr dadurch angeregt werden, dass je zwei der teilnehmenden Schulen in länderübergreifender Kooperation die Video-Clips gemeinsam vorbereiten.

 

Wie schon in den beiden vergangenen Jahren ist auch in diesem Jahr wieder eine Ausstellung geplant, die das Thema der Summer University künstlerisch aufgreift und anschließend – als Impuls für nachhaltige Kooperation – in verschiedenen europäischen Städten gezeigt werden wird, aus denen Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Graz gekommen waren. Sofern die Ausstellung in Schulen gezeigt wird, soll damit auch ein „Europatag“ verbunden werden bei dem die Schülerinnen und Schüler über ihre Erfahrungen bei der Summer University berichten.

 

30 RYLA Teilnehmer von insgesamt 120 Gesamtteilnehmern der EUROSO sowie 50 weiter Teilnehmer der Studentenorganisation OIKOS nahmen an der Podiumsdiskussion teil. Es konnte Dr. Mostafa Tolba (Umwelt und Jugendminister in Ägypten, ehem. UNEP Direktor) sowie weiter namhafte Persönlichkeiten für die Diskussion mit den Jugendlichen gewonnen werden. Die Podiumsdiskussion wurde sehr gut von den Jugendlichen angenommen.

 

Die Zielgruppe von Berufsbildenden Schulen und Universitäten, Fachhochschulen und Berufstätige junge Menschen (auch Interacter und Rotaracter) haben an diesem Seminar teilgenommen. Die Altersgruppe ging von 16  bis 28 Jahren. Die RYLA Teilnehmer kamen aus Albanien, Australien, Deutschland, Kosovo, Kroatien, Österreich, Rumänien, Slowenien, Tschechien und USA. Die OIKOS Gruppe war komplett international ausgerichtet.

 

Das RYLA Seminar wurde in Englisch mit Dolmetscher für alle anderen Sprache abgehalten. Die Ziele wurden im Vorfeld genau definiert.

 

·      Vorstellen der Energievision für das Vulkanland. Energieunabhängigkeit durch den konsequenten Einsatz von erneuerbare Energien.

·         Vorstellung einer Umsetzung Energievisionen in Serbien

·         Darstellung der Möglichkeiten des Einsatzes moderner erneuerbarer Energien.

·   Auseinandersetzung mit Fragen der Auswirkungen des Einsatzes von erneuerbaren Energieträgern und der Entwicklung nachhaltiger

·         regionaler Energiekonzepte.

·         Entwicklung von Lösungsansätzen bzw. Umsetzungsmöglichkeiten in

deiner Region

 

Es wurden viele Spezialisten zu den verschiedensten Themen zur erneuerbaren Energie und Regionen gebeten sich bei diesem Seminar zu beteiligen. Die Themenvielalt ging von Umweltethik bis zu Photovoltaik. Im speziell geführten RYLA Seminar gestalteten folgende Spezialisten den Workshop

 

·         PDG Ertler Günter

     RC Feldbach

über die Rotary Foundation und Ihre Ziele über erneuerbare Energien. Die Rotary Foundation unterstützt die Bemühungen der Jugendlichen und wird Projekte finanzieren

 

·         Prof. Dr. Angel Ferdinand

     RC Graz

 

Über die Ethik beim Verwenden von erneuerbaren Energieträgern.

·         Mag. Martin Auer

 

Über das Bilden von Netzwerkstrukturen anhand des Beispiels der Energieregion Oststeiermark sowie die Möglichkeiten einer Region selbst Energie aus erneuerbaren Energieträgern zu produzieren.

 

·         Ing. Fickel Horst,

     RC Feldbach

 

Welche Möglichkeiten des Energiesparen es gibt und welche alternativen Heizsysteme es heute und in Zukunft gibt.

 

·         D.I. Arch. Kaltenegger Erwin,

     RC Weiz

 

Über das Haus als Energieträger. Er zeigt die Möglichkeiten von Niedrigenergie- Passiv- und Passiv Plus Häuser auf

 

·         LAbg. Ing. Josef Ober

 

Berichtet über das VULKANLAND welches einer Vision der Energieunabhängigkeit bis 2020 hat. Es wird über die Inwertsetzung der Region diskutiert.

 

Auch der Spaß und das Miteinander wurden im Rahmen von Abendveranstaltungen gefördert und gerne angenommen. Wir wurden vom Bürgermeister der Stadt Graz Dr. Nagel zu einem Empfang ins Grazer Rathaus geladen. Der Landeshauptmann der Steiermark Dr. Voves lud zu einem Empfang in die Grazer Burg ein, welcher aber kurzfristig aufgrund der großen Teilnehmerzahl auf dem Uni-Gelände abgehalten wurde.

 

Umweltgedanke

 

Das Seminar entspricht allen Zielen des Projektes „Save Planet Earth“ sowie allen neuen Zielen der Rotary Foundation.

 

Es zeigt Energielösungen aus allen Bereichen wie Sonne, Biomasse, Bioöl, moderne technische Lösungen und intelligente Architektur für die Zukunft unseres Planeten auf.

 

Dieses RYLA Seminar über erneuerbaren Energien und regionale Energieautarkie motiviert junge Menschen sich mit diesem Thema zu beschäftigen und in Ihrem Studium oder Beruf auf die Erfahrungen in diesem Seminar zurück zu greifen. Durch diese Erfahrungen und Lösungsansätze die den jungen Menschen vermittelt wurden sind sie in der Lage, maßgeblich in Ihrem Umfeld, sich für den Einsatz von erneuerbaren Energieträgern stark zu machen auf Basis von fundierten und seriösen Wissen.

 

Ergebnisse

 

Es wurde nicht nur das Wissen über erneuerbare Energieträger und Visionen vermittelt sondern auch die unterschiedlichen Netzwerke zusammengeführt.

 

Das Ziel die Visionen die wir vor Jahren in der Region hatten und heute verwirklicht haben sowie die neuen Visionen für die nächsten Jahre den jungen Menschen zu vermitteln ging voll auf. Aus den Diskussionen und Gesprächen ergaben sich Themen für neue RYLA Seminare.

 

Es wurden den einzelnen Gruppen und Schulen Projektarbeiten mitgegeben die bis zum nächsten internationalen RYLA Seminar Water und Bread (September 2009) umgesetzt werden sollen.

 

Der Ansatz Jugend trifft Experten ging voll auf. Die Jugendlichen haben nicht nur in den Workshops eifrig mitgearbeitet sondern die Freiräume ausgiebig für Gespräche genutzt


Report by Lisa Kim (Youth Exchange student from Australia)

The 3 days that we had in Rotary Youth Leadership Award (RYLA) were very beneficial experiences for all of us. Not only did we learn how to transform our communities into one that supports sustainability, but we were able to make contacts with people around the world- a vital factor that will allow us to change our communities. 

There were 4 different workshop groups that we could choose to take. I participated in the official RYLA Workshop group. In our group, we had 4 different speakers. Mr Josef Ober, the Chairman of Vulkanland, shared with us the wonders of Vulkanland but also its energy vision- “to reach the highest quality of life by using the least regional energy and resource input.” Mr Erwin Kaltenegger, an architect who designs infrastructures based on the philosophy of sustainable development, presented his projects. One of them was a “passive house”, which uses the air outside the house to cool or to warm it. Mr Martin Auer, the regional project manager for Energieregion Oststeiremark, introduced the region’s programs to increase the use of renewable energy and increase the awareness of energy efficiency. Mr Horst Fickel, an engineer who consults the technicalities of energy efficient buildings, taught us the various technologies that the region uses to fulfill this goal.

From these presentations, I elevated my understanding of renewable energy. Although I was already educated about this topic in Australia, it was wonderful to widen my horizon by learning about the European perspective of this matter. I compared East Styria with my communities in Sydney and Vienna. I was challenged. I was inspired to go back to my communities and question the leaders what we were doing to make our communities sustainable. It also reignited my passion to do something about it myself.

There were people from so many countries who participated in this seminar: Kosovo, Czech Republic, Albania, Rumania and Germany. We know that these contacts will be valuable in encouraging each other to change our communities. We will also use this to share what we are doing in our communities so that could help others in their own. We will remain passionate about having a sustainable world, because we believe in this: As we change our families, communities and countries, we can eventually change the world.