Rotary Haus - Haus der Generationen
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Liebe Feldbacherinnen und Feldbacher!
Liebe Gönner und Unterstützer unseres
Projektes!
Mit einer Investition von
250.000 Euro war es möglich , den beiden Betreibern, dem
Steirischen Familienbund und
der Volkshilfe Steiermark,
15 Jahre einen geeigneten Rahmen für ihre Tätigkeit gratis zur Verfügung zu
stellen.
Die Auszeichnung "Steirisches
Wahrzeichen" ist eine Auszeichnung, die seit fast zwanzig Jahren an
besonders liebevoll restaurierte und vom Revitalisierungsfonds des Landes
Steiermark geförderte Bauwerke verlieben wird. Bei der Auswahl der Objekte wird
nicht nur auf die besondere Sorgfalt bei der Revitalisierung, sondern auch auf
eine qualitative Differenzierung vom Wohnhaus bis zum Kellerstöckl und auf eine
räumliche Streuung steiermarkweit Wert gelegt.
Oberster Grundsatz bei
der Revitalisierung von historischen Bauten ist neben der Erhaltung des
Bestandes, die Erhaltung des charakteristischen Erscheinungsbildes der
historischen Bausubstanz. Es soll der Alterswert eines Gebäudes erhalten und
nicht im Zuge falsch verstandener, radikaler Erneuerungen zerstört werden. Des
Weiteren werden durch den Einsatz spezialisierter Fachleute, die traditionellen
Handwerkstechniken gepflegt und so die einschlägigen Berufszweige in ihrer
Existenz unterstützt. Im Hinblick auf den hohen Anteil an handwerklicher Arbeit
kommt den Revitalisierungsmaßnahmen auch eine wesentliche arbeitsmarktpolitische
Bedeutung zu.
kleinezeitung.at/steiermark/feldbach/1621395/index.do
Steirisches
Wahrzeichen
landentwicklung.steiermark.at/cms/ziel/36354691/DE/
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Steirisches Wahrzeichen 08 "Grazer Tor"
landentwicklung.steiermark.at/cms/beitrag/11049503/36354691/

von Rudolf Grasmug
Es ist der letzte Teil der ehemaligen Befestigung des landesfürstlichen Marktes Feldbach in der heutigen Stadt Feldbach. - 1884 wurde Feldbach zur Stadt erhoben. Die Bemühungen um die Befestigung des Marktes selbst gehen auf das ausgehende 16. Jahrhundert zurück. Vorher gewährte nur der Tabor den Feldbachern in Zeiten der Gefahr Schutz.
Der Markt war durch drei Tore mit einfachen Torbogen, einen Erdwall und Graben und durch die nach außen ausgerichteten Wirtschaftsgebäude und Hausgärten mangelhaft gesichert. Im Zuge der Befestigungsbauten im ersten Drittel des 17. Jahrhunderts wurden die einfachen Torbogen durch neue und starke torhausähnliche Bauten ersetzt, von denen zu den Befestigungslinien Gänge wegführten.
Diese Torbauten waren schon längere Zeit geplant, nachdem man zur Ansicht gelangt war, dass mit der Bürgerschaft allein Tabor und Markt nicht ausreichend verteidigt werden können. Daher beauftragte 1585 der Landtag den Festungs- und Landschaftsbaumeister Franz Marbl (Marmolo), Pläne für die Befestigung Feldbachs auszuarbeiten. Aber für die Ausführung fehlte dem Land das Geld. Und das vor dem Hintergrund empfindlicher Rückschläge für Feldbach durch die Brände von 1589 (25 Häuser) und 1605 (14 Häuser). Dazu kam noch der Herbsteinfall der Haiducken 1605.
Am 26. Oktober überfiel vor Tagesanbruch eine starke Streiftruppe den Markt. Die Verteidiger des Marktes hatten sich in den Tabor zurückgezogen, der von den Haiducken aus den nächstgelegenen Häusern u. a. dem Pfarrhof unter Beschuss genommen wurde. Nach zwei Stunden zogen sich die Haiducken zurück, nachdem sie mehrere Wirtschaftsgebäude und einige Häuser in Brand gesteckt hatten. Die Umgebung wurde geplündert, die Heiligen Geist-Kirche vor dem Grazertor und die St.Anna-Kirche am Kalvarienberg wurden ausgeraubt und verwüstet.
Als man im November 1605 größere Militärabteilungen stationieren wollte, musste man nach den vorangegangenen Verwüstungen wegen Platzmangels und des Fehlens von Proviant davon absehen. Es verblieb nur eine Reiterabteilung in Feldbach. Die nach Abzug des übrigen Militärs verbliebenen Reste an Waffen und Munition wurden im Tabor verwahrt.
Erst 1620 wurde mit Befestigungsarbeiten durch die Aushebung des Grabens und den Bau eines Walles um den Markt begonnen. Die Arbeiten zogen sich bis 1630 hin.
Am 29. August 1620 befand sich der Obrist der Windischen Grenze, Sigmund Friedrich Freiherr von Trauttmannstorff, in Feldbach. Er ließ die geplanten Befestigungen ausstecken, konnte aber erst im Herbst mit den Arbeiten beginnen.
Ab 1622 unterstanden die eigentlichen Befestigungsarbeiten dem Hofbaumeister Peter Valnegro. Die Steinmetzarbeiten wurden von Giovanni Mamolo ausgeführt. Für die Mauerstein- und Ziegelarbeiten war Valnegros Polier Hans Canebal bestellt.
Die Aushubarbeiten und die Arbeiten für die Wälle gingen also nur dann gleichmäßig weiter, wenn Robotarbeiter, Soldaten und bezahlte Taglöhner zur Verfügung standen.
Von den drei Feldbacher Toren wurde das Westtor, das Grazertor, als letztes in den Jahren 1626 bis 1628 errichtet. Die Sicherung des Tores erfolgte durch das SW-Ravelin ( Außenwerk vor dem Hauptwerk einer Festung). Den Bauarbeiten fielen einige dem Markt vorgelagerte Häuser zum Opfer.
Ruep Reich hatte im Bereich des Grazeztores für den Festungsgraben „gahr ordentlich weith und tieff 29 Klaffter" auszuheben, wofür er 32 Gulden 5 Schilling erhielt.
Valnegro sorgte für die Grundfesten. 1627 erhielt Feldbach für die Fortsetzung der Befestigungsarbeiten den Betrag von 300 Gulden. 1628 legte der Markt der Landschaft Rechnung über Einnahmen und Ausgaben für den Befestigungsbau und 1631 legte der Bauschreiber Abraham Haner über die Jahre 1628 bis 1630 die „Pau Raittung", wonach die Summe der Ausgaben 2749 Gulden 6 Schilling 12 Pfennig betrug.
In dieser Abrechnung sind vornehmlich Ausgaben für das dritte, also für das Grazertor enthalten, wie etwa für den Kalk, der in Bernreith (= Pernreith, KG. Perlsdorf) gebrannt worden war, oder die Steinfuhren, die von Paurachern und Gniebingern besorgt wurden. Allein an Mauerziegeln wurden vom Marktbaumeister Oswald Pruger aus dem Feldbacher Ziegelstadel 12.000 Stück geliefert. Für den Brand verwendete man u. a. das Holz der abgebrochenen Häuser in der heutigen Grazerstraße.
Beim Grazertor ist auch mehrmals von der „Senckhgrueben" die Rede, die der Aufzuganlage für die vor dem Tor befindliche Brücke über den Festungsgraben diente. Dazu lieferte der Meister Oßwalten Träzler zu Graz zwei hölzerne Scheiben, „die man zum Werffl oder aufziehung der Quatterstuckh, darinen das Sail gangen" brauchte. Das Seil dazu stammte von Seiler Christoffen Älbl. Aus Graz wurden zwei blecherne Knöpfe mit jeweils einem Fähnlein aufgesetzt. Der Feldbacher Maler Philipp Jakob Trutt bemalte die zwei Fähnlein aus Blech mit dem kaiserlichen Adler bzw. mit dem steirischen Wappen und den aus Stein „außgehautten Adler" über dem Tor. 1630 mussten die Dächer der neuen Anlagen ausgebessert werden, da ein heftiger Schauersturm gewaltigen Schaden angerichtet hatte.
Aus Oberweißenbach und Kornberg wurden für die Tore und die Torverriegelung die Eichenstämme geholt, während das Holz für den Dachstuhl, die Latten und dgl. aus dem Bereich von St. Margarethen und Weiz stammten, aber auch aus Weißenbach und Saaz wurde Zimmerholz herbeigeschafft.
Das Grazertor trug nach außen schönen Schmuck, denn über dem Tor prangte der aus Stein gehauener kaiserlicher Adler mit der Krone „vnnd darunter außgehauten Schrifft die Züeraten vnnd alle Puechstaben mit gueten geschlagnen Tucaten golt" vergoldet, wofür der schon genannte Maler Philipp Jacob Trutt 1628 15 Gulden verlangte.
Beim Grazertor gab es neben dem großen Haupttor auch ein kleines Tor.
Die Größe und Einrichtung der Tore war durch die Intensität des Verkehrs bestimmt. Nachdem der Hauptverkehr in westöstlicher Richtung durch Feldbach zog, waren Grazertor und Ungartor gegenüber dem Raabtor besser ausgestattet. Die beiden erstgenannten Tore hatten neben der Aufzugbrücke noch einen kleinen Aufzug für Einzelpersonen.
Nach Vollendung des Grazertores 1628 hat man die Arbeiten an den Befestigungsanlagen 1629 beendet.

Bild: Das Grazertor nach einer Zeichnung von Maria Jungwirth (1894-1968).
Barockes Gebäude erhält durch Sanierung Teil seiner früheren Würde
Als ich mit der Aufgabe betraut wurde, das so genannte „Grazer Tor“ durch geeignete Maßnahmen für eine Neunutzung zu adaptieren, war mir sehr rasch klar, dass meine vordringlichste Aufgabe darin bestehen musste, diesem schönen barocken Gebäude, den im Zuge früherer Umbaumaßnahmen und nachfolgender inadäquater Nutzung übelst mitgespielt wurde, zumindest einen Teil seiner früheren Würde wiederzugeben.
So wurde die bestehende Heizung wieder instand gesetzt und, soweit erforderlich, erneuert. Die gesamte elekrotechnische Anlage musste ebenfalls auf den Stand der Technik gebracht und den Erfordernissen der neuen Nutzer angepasst werden. Als sowohl raumbildende als auch gestalterische Maßnahme erwies sich die notwendige Trennung zwischen öffentlichem Bereich und Nutzerbereich. Der in der Fußgängerpassage liegende Eingangsbereich wurde völlig umgestaltet. Die Treppe, die von der Passage im rechten Winkel auf das Erdgeschoss führte, wurde parallel an die Wand gelegt und der Vorplatzbereich vor den beiden Eingängen, der nochmals durch eine Stufe unterteilt war, wurde auf ein einheitliches Niveau gebracht. Der völlig unpassende Terrazzobelag wurde durch authentische, aus Abbruchobjekten gewonnene Stufen- und Bodenplatten aus solnhofener Kalksandstein ersetzt; das Stiegenhaus zum Obergeschoss musste aus Kostengründen von dieser Maßnahme ausgenommen werden.
Infolge eines im Kellergewölbe aufgebrachten dichten Zementverputzes konnte die aufsteigende Erdfeuchtigkeit nicht mehr aus dem Mauerwerk diffundieren und war bis zum Erdgeschoss kapillarisch hochgestiegen. Damit die Feuchtigkeit wieder an die Umgebungsluft abgegeben werden kann, war es erforderlich, den Zementputz vom Kellergewölbe abzuschlagen und den Leim- und Dispersionsanstrich, der sich in mehreren Lagen an den Erdgeschoßwänden befand, abzuscheren und durch diffusionsoffenen Mineralanstrich zu ersetzen.
Um den Nutzeransprüchen gerecht zu werden, waren gewisse Änderungen im Raumgefüge unerlässlich, wobei ich bemüht war, die Eingriffe in die Substanz auch im Hinblick auf den Denkmalschutz so schonend wie möglich zu halten. Einige Türausbrüche waren jedoch unumgänglich, manche bestehende Türöffnung hingegen musste vermauert werden. Ein breiterer Durchbruch war notwendig, da vom Nutzer die Möglichkeit gefordert worden war, zwei Räume gegebenenfalls zu einem Großraum zu vereinen bzw. andernfalls mittels einer Segmentschiebetür wieder zu trennen.
Zum Zwecke unabhängiger Raumerschließungen mussten Gänge geschaffen werden, was mittels Gipskarton- Ständerwandkonstruktion geschah.
Diese in Trockenbauweise errichteten Leichtwände reichen bis zu einem ca. 30 cm hohen, fix verglasten Oberlichtband, das den oberen Wandabschluss bis zur Decke bildet und den fensterlosen Gangflächen natürliches Licht verleiht.
Die Fußböden wurden, wo nötig, erneuert, auch um wieder einheitliche Niveaus herzustellen. Um den Charakter des gewölbten, mit barockem Deckenstuck geadelten Raumes im Erdgeschoss – offenbar ein ehemaliger Andachtsraum – zu entsprechen, wurde hier ein Boden aus altem Holz verlegt. Die Türen im historischen Raumbestand – neben qualitätvollen Füllungstüren des späten 19. Jhdts. eine frühe Biedermeiertür und eine Barocktür – wurden restauriert und passend wieder eingebaut.
Allianz Versicherung, Feldbach
Graf Karl Bardeau, Kornberg
Rotary Club Bietigheim Vaihingen, Deutschland
Familie Biser, Bad Gleichenberg
Elisabeth und Alexander De Halmy, Vancouver Kanada
Franz Eder, Jagerberg
Hotel Das Eisenberg, St. Martin an der Raab
Christl und Günter Ertler, Pertlstein
Erika und Horst Fickel, Kirchberg an der Raab
Hannes Hofmann, Feldbach
Hypo Bank Steiermark, Feldbach
Ingenieurbüro Fickel Horst, Wörth bei Kirchberg an der Raab
Interact Club Feldbach, Feldbach
Katzbeck Fenster und Türen, Rudersdorf
Komm. Rat Hans Peter Katzbeck, Rudersdorf
Pfleger Bau, St. Anna am Aigen
Josef Prödl, Kirchberg an der Raab
Raiffeisenbank Feldbach Bad Gleichenberg
Heinz Schauperl Transporte, Feldbach
Prof. Mag. art. Seiss Helmut, Riegersburg
Südoststeirische Sparkasse, Feldbach
Mag. art Vass Franz, Moggersdorf





